Das Gurktal gilt als Geheimtipp für einen Adventure-Erlebnisurlaub in Kärnten. In der wunderschönen naturbelassenen Landschaft des Gurktales befinden sich eine Vielzahl von Wallanlagen, deren Zeitstellung bis dato noch nicht geklärt ist. In einigen wenigen Wallschnitten konnten zwei von diesen Anlagen in Weitensfeld, in den 1990er Jahren durch die Abteilung für Ur- und Frühgeschichte des Kärntner Landesmuseums (Leitung: Paul Gleirscher) archäologisch untersucht werden. Leider blieben datierende Funde aus.
Ihr als Mitglieder von Erlebnis Archäologie habt nun die einmalige Gelegenheit als Pioniere der archäologischen Feldforschung im Gurktal selbst Licht ins sprichwörtliche Dunkel zu bringen.
Die zweite Grabungskampagne dieses Forschungsprojektes führt uns nur wenige hundert Meter Flussabwärts zu einer von drei sehr nah beisammenliegenden Fluchtburgen am Zusammenfluss der Gurt und des Glödnitzbaches. Ein kleine Kapelle steht heute am Gipfel dieser alten Verteidigungsanlage, die durch die diesjährige Grabung datiert werden soll.
Ein- und mehrtägige Teilnahme
zwischen MO 6. und FR 17. Juli 2026
Kursbeitrag pro Person:
1 Tag: € 170,-
2 Tage: € 320,-
3 Tage: € 450,-
5 Tage: € 750,-
7 Tage: € 980,-
längere Teilnahme auf Anfrage
NICHT enthalten ist:
Als Unterkunft empfehlen wir den Tameggerhof, der nur zwei Ortschaften von der Grabung entfernt ist.
Besonders empfehlenswert ist nach dem Grabungsalltag ein Sprung in den hauseigenen Pool oder Schwimmteich. Auch die Saunalandschaft lädt zum relaxen ein.
Alternativen:
Apartments am Fuggerhof bei Glödnitz: www.fuggerhof.at
Jufa Hotel in Gurk: jufahotels.com
Kursleitung:
Laura Pösendorfer (KIAGK)
Marco Prehsegger (KIAGK)
Wichtiger Hinweis:
Alle TeilnehmerInnen sind verpflichtet, Sicherheitsschuhe mit Stahl- oder Hartplastikkappe zu tragen, da eine Ausgrabung nach österreichischem
Recht wie eine Baustelle behandelt wird. Ohne entsprechendes Schuhwerk kann die Mitarbeit untersagt werden. Entsprechende Produkte kann man ab € 25,- im lokalen Baumarkt oder zB. bei Amazon
beziehen. Solche Schuhe sind angenehm zu tragen und werden dir auch abseits der Grabung dienlich sein!
Die Teilnahme ist ab einem Alter von 16 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten möglich.
Objekt der Neugierde ist eine neu entdeckte Wallanlage südlich von Glödnitz im Gurktal. Im Laserscan und im Gelände zeichnen sich zwei Halsgräben deutlich ab. Der vom ersten Graben geschützte Bereich bietet kaum nutzbare Fläche. Der zweite Graben schneidet ein rundes Areal von in etwa 100 m2 ab, das als Turmhügel gedient haben könnte.
Eine Ausgrabung ganz genau getaktet durchzuplanen ist ein Ding der Unmöglichkeit. Oft macht einem das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Manchmal müssen Befunde dokumentiert und Arbeiten abgeschlossen werden, auch wenn es nicht zum Zeitplan passt. Kurzum: Ein festes Wochenprogramm gibt es nicht. Grundsätzlich gilt jedoch:
Einstiegstage sind Montag, Mittwoch und Samstag.
An diesen Tagen gibt es eine Einschulung für neu hinzugestoßene Gräblinge. Nach einer knappen Stunde Theorie geht es dann auch schon über in die Praxis, denn das ist das, was die meisten von euch
wollen: Ausgraben!
Im Laufe der Woche werden wir in Absprache mit der Gruppe Exkursionen zu umliegenden Fundstellen machen. Meistens werden wir doch gutes Wetter zum Graben nutzen und dann bei Schlechtwetter Ausflüge machen.
Während der Grabung besteht immer die Möglichkeit, die Techniken der Feldarchäologie zu erlernen. Laura und Marco schulen euch gerne in ihre Methoden der Dokumentation ein.
